Schubert Messe C-Dur

Franz Schubert schrieb seine C-Dur- Messe im Jahr 1816 für die Pfarrkirche Lichtental. Bei der Uraufführung sang mit großer Wahrscheinlichkeit seine Jugendliebe Therese Grob das Sopransolo.

Über eine weitere Aufführung nach 1825 schrieb Ignaz Franz Castelli:

„In der Pfarrkirche zu St. Ulrich am sogenannten Platzl ist eine neue Missa solemnis von der Composition unsers beliebten Lieder-Componisten Schubert zum Feste Maria Geburt aufgeführt worden und hat den Beweis geliefert, daß der junge Mann auch im strengen Kirchensatze große Kenntnisse besitze. Innerer Gehalt und Wirkung sind bedeutend.“

Die Orgel der Lichtentaler Kirche war zu dieser Zeit tief gestimmt. Das dürfte der Grund dafür sein, dass Schubert, um den gewünschten Klang zu erzielen, Chor und Soli sehr hoch singen lässt. Bei den heute üblichen hohen Orgelstimmungen stellt das für die Ausführenden eine Herausforderung stellt. Um möglichst nah an die damalige Klangfarbe anzuschließen, bringen wir die Messe wiederholt mit Originalklang-Orchester in tiefer Stimmung (415) zur Aufführung.